Akalkulie (engl. acalculia) ist eine spezifische neurologische Störung, die sich durch Schwierigkeiten beim Ausführen mathematischer Operationen und beim Verarbeiten numerischer Informationen äußert. Dieser Zustand entsteht meist durch eine Schädigung bestimmter Hirnregionen, die für die mathematische Verarbeitung zuständig sind.

Personen mit Akalkulie haben häufig Schwierigkeiten mit grundlegenden Rechenarten, darunter einfache arithmetische Operationen wie Addition und Subtraktion sowie Multiplikation und Division. Probleme können auch in Alltagssituationen auftreten, die den Umgang mit Zahlen erfordern, beispielsweise beim Berechnen von Geldtransaktionen oder beim Einschätzen der Zeit.

Diese Störung kann als eigenständiges Problem oder zusammen mit anderen kognitiven Beeinträchtigungen auftreten, darunter Aphasie (Sprachstörung) oder Dyskalkulie (Schwierigkeiten beim Erlernen mathematischer Fähigkeiten). Akalkulie tritt häufig nach einem Schlaganfall oder einer Kopfverletzung sowie im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen auf, darunter die Alzheimer-Krankheit.