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Akkommodation

Akkommodation bezeichnet im Kontext von Jean Piagets Theorie der Intelligenz den Prozess, bei dem Verhalten oder Kognition an neue Informationen oder Situationen angepasst werden. Dieser Prozess ermöglicht es einem Organismus oder einer Person, sich an unterschiedliche Anforderungen der Umwelt anzupassen und bestehende kognitive Strukturen oder Schemata zu verändern.

Der Prozess der Akkommodation läuft üblicherweise folgendermaßen ab:

  1. Neue Informationen oder Situationen stellen die bestehenden kognitiven Schemata oder Strukturen vor eine Herausforderung.

  2. Die Person oder der Organismus erkennt, dass die bestehenden Schemata nicht ausreichen, um die neuen Informationen zu verstehen oder angemessen darauf zu reagieren.

  3. Als Reaktion auf diese Herausforderung verändert die Person oder der Organismus die eigenen kognitiven Strukturen, indem neue Schemata gebildet oder bestehende verändert werden.

  4. Diese veränderten Schemata werden anschließend genutzt, um die neuen Informationen oder Situationen besser zu verstehen und wirksamer darauf zu reagieren.

Der Prozess der Akkommodation spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten von Kindern und bei der Anpassung an unterschiedliche Umgebungen und Situationen. Er ist ein zentrales Element von Piagets Entwicklungstheorie und hilft zu erklären, wie Kinder und Erwachsene ihr Wissen und ihre Fähigkeiten an eine sich verändernde Realität anpassen.