Anamnese
Der Begriff „Anamnese“ bezeichnet im medizinischen Kontext einen wichtigen Teil der Krankengeschichte einer Person. Die Anamnese umfasst Informationen über die medizinische Vorgeschichte und die Lebensgeschichte der behandelten Person, die ärztlich beim Ersttermin oder im Verlauf einer medizinischen Untersuchung erhoben werden. Dazu gehören folgende Aspekte:
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Krankheitsanamnese: Detaillierte Informationen zu aktuellen Symptomen, Diagnosen, Behandlungen und chronischen Erkrankungen der behandelten Person. Durch Fragen wird geklärt, welche Beschwerden in den vergangenen Tagen, Wochen oder Monaten aufgetreten sind.
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Allgemeine Anamnese: Sie umfasst Informationen zur medizinischen Vorgeschichte der behandelten Person, darunter frühere Erkrankungen, Operationen, Verletzungen, Krankenhausaufenthalte und familiär gehäuft auftretende Erkrankungen.
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Sozialanamnese: Hier werden Informationen zum sozialen und familiären Hintergrund der behandelten Person, zu ihrer Lebensweise, beruflichen Tätigkeit, Sexualanamnese sowie zum Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen erfasst.
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Psychologische Anamnese: Ärztlich können Fragen zur psychischen und emotionalen Vorgeschichte der behandelten Person gestellt werden, einschließlich Informationen zu Belastungen, Depressionen und anderen psychischen Zuständen.
Die Erhebung der Anamnese ist ein wichtiger Schritt bei der Diagnostik und Behandlungsplanung, da sie dabei hilft, den Zustand der behandelten Person besser zu verstehen und die am besten geeigneten Behandlungs- und Diagnoseverfahren zu bestimmen.