Bálint-Syndrom
Das Bálint-Syndrom ist ein neuropsychologisches Syndrom, das bei einer Schädigung bestimmter Hirnregionen auftritt, meist im Parietal- und parieto-okzipitalen Kortex. Das Syndrom ist nach dem ungarischen Neurologen Rezső Bálint benannt, der es Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals beschrieb.
Das Bálint-Syndrom umfasst mehrere charakteristische Symptome:
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Psychische Blicklähmung (okulomotorische Apraxie): Dies ist eine Störung der Fähigkeit, willkürliche Augenbewegungen auszuführen. Betroffene können Schwierigkeiten haben, den Blick von einem Objekt zu einem anderen zu bewegen oder auf einen bestimmten Punkt zu richten.
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Störung der visuell-motorischen Koordination (optische Ataxie): Ähnlich wie bei der okulomotorischen Apraxie handelt es sich um eine Störung motorischer Fähigkeiten, die von visuellen Informationen gesteuert werden. Betroffene können Schwierigkeiten haben, präzise Bewegungen auszuführen, etwa nach einem Gegenstand zu greifen, den sie ansehen.
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Simultanagnosie: Dies ist ein Zustand, bei dem eine Person nicht in der Lage ist, mehrere Objekte im Gesichtsfeld gleichzeitig wahrzunehmen. Sie kann jedes Objekt einzeln sehen, aber diese nicht zu einem Gesamtbild zusammenfügen.
Das Bálint-Syndrom entsteht meist infolge von Schädigungen in den hinteren Hirnregionen, die visuelle und motorische Funktionen steuern. Es kann die Folge eines Schlaganfalls, eines Hirntumors oder anderer neurologischer Erkrankungen sein.