Entwicklungskrisen
Entwicklungskrisen sind Phasen der Veränderung im Leben eines Menschen, in denen er von einer Entwicklungsstufe zur nächsten übergeht. Bei jedem solchen Übergang steht die Person vor neuen Aufgaben, die für das jeweilige Alter charakteristisch sind.
In seinen Forschungen führte L. S. Wygotski den Begriff „altersbezogene Transformationen“ in die russische Psychologie ein. Er beschrieb sie als tiefgreifende Veränderungen der Persönlichkeit eines Kindes an den Übergängen zwischen stabilen Entwicklungsphasen. Studien zeigen, dass Entwicklungskrisen das Leben eines Menschen erheblich beeinflussen können. Jugendliche in einer solchen Übergangsphase zeigen beispielsweise häufig negatives Verhalten wie Auflehnung und Konflikte mit ihrem Umfeld.
Es ist jedoch zu beachten, dass nicht alle Forschenden dieses Verhalten als unvermeidlichen Teil einer Krise betrachten. Manche gehen davon aus, dass negatives Verhalten in dieser Zeit auf eine problematische Beziehung zwischen dem Kind und Erwachsenen zurückzuführen sein kann.
Entwicklungskrisen sind in jedem Fall Phasen voller Herausforderungen und Veränderungen im Leben eines Menschen, die seine Entwicklung und sein Selbstverständnis beeinflussen können.