Sadismus (vom englischen „sadism“, benannt nach dem französischen Schriftsteller Marquis de Sade) ist eine Form der sexuellen Orientierung oder Befriedigung, bei der eine Person Lust daraus gewinnt, der Sexualpartnerin oder dem Sexualpartner körperliches oder emotionales Leid zuzufügen oder sie beziehungsweise ihn zu erniedrigen. Der Begriff „Sadismus“ wurde von R. von Krafft-Ebing eingeführt.

Sadistische Neigungen umfassen Handlungen wie körperliche Bestrafung, Folter, Erniedrigung und andere Formen sexueller Gewalt gegen die Sexualpartnerin oder den Sexualpartner. Wichtig ist jedoch, dass die meisten Menschen mit sadistischen Fantasien oder Neigungen diese nicht im wirklichen Leben ausleben, sondern nur in ihrer eigenen Vorstellung.

Sadismus kann sich in verschiedenen Formen zeigen, darunter sadistische Homosexualität (sadistische Anziehung zu Personen des eigenen oder des anderen Geschlechts), Zoosadismus (Anziehung zu Tieren) sowie Kombinationen mit anderen sexuellen Präferenzen wie Pädophilie (Anziehung zu Kindern) und Gerontophilie (Anziehung zu älteren Menschen).